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Vergangene Ausstellungen

Museum geschlossen

26.09.2011 - 08.10.2011

Schließzeit des Museums 26.9.2011 - 8.10.2011
Bitte beachten Sie, dass das Stadtmuseum Hornmoldhaus wegen
Ausstellungsumbau sowie Maler- und Elektroarbeiten im Bereich
der Flure und der ständigen Ausstellung zwei Wochen komplett
geschlossen ist.

Manga – Comicfiguren aus Japan

05.06.2011 - 31.07.2011

Achtung: Diese Sonderausstellung wird im Rathaus
Bissingen, Bahnhofstraße 1 gezeigt.
Öffnungszeiten:
Di, Mi, Fr 14 - 18 Uhr, Do 14 - 20 Uhr, Sa, So und feiertags 11 - 18 Uhr
Eintritt frei.





Von Paris nach Bissingen – so könnte der Untertitel dieser
Sonderausstellung lauten, die,konzipiert von der Japan Foundation, im
Sommer für zwei Monate nach Deutschland kommen wird. Der nächste
Ausstellungsort in Europa wird in Portugal liegen.

Die Ausstellung wurde anlässlich des 150jährigen Jubiläums der japanisch-
deutschen Beziehungen zusammengestellt und steht, wie das gesamte
Programm unter der Schirmherrschaft des japanischen Kronprinzen und
unseres Bundespräsidenten Christian Wulff. Alle in der Ausstellung
präsentierten Objekte stammen ausschließlich aus Japan.

Um dieses einmalig in Deutschland präsentierte Projekt auch Besuchern mit
Handicaps zugänglich zu machen, wurde bewusst das Rathaus Bissingen
als Ausstellungsort gewählt. Die Präsentation wird auf zwei Ebenen, im Foyer
und dem großen Ratssaal, der bis dahin durch den neu eingebauten Aufzug
barrierefrei erreichbar sein wird, gezeigt. Bissingen bietet sich auch deshalb
besonders als Ausstellungsort an, weil die Realschule Bissingen seit Jahren
einen sehr lebendigen Schüleraus-tausch mit der japanischen Partnerstadt
Kusatsu pflegt.

Die Ausstellung zeigt, was sich hinter dem Begriff „Manga“ verbirgt und
zeichnet ihre Entwicklung im Japan der Nachkriegszeit, von den Fünfziger
Jahren bis heute nach. Natürlich setzt sie sich mit den beliebtesten dieser
Comicfiguren dezidiert auseinander. So wird sie sich unter anderem mit
Ultraman, Hallo Kitty, Gundam, Evangelion und Pokemon beschäftigen. Ein
komplett eingerichtetes und ausgestattetes „Hallo Kitty – Zimmer“ zeigt
beispielhaft, wie stark die Manga- und Anime-Kultur das Alltagsleben der
Japaner durchdrungen hat.

Das Begleitprogramm zur Ausstellung wird auf die Interessen der
verschiedenen Zielgruppen zugeschnitten und natürlich besonders junge
Besucher im Teenageralter zu Museumsbesuchen zu motivieren versuchen.
Daher wurde der Ausstellungszeitraum auf die letzten Schulwochen gelegt,
um besondere Projekttage und Aktionen zu ermöglichen. Wünschenswert
wäre eine breite Beteiligung der Besucher und die Einbindung von Cosplay-
Veranstaltungen. Bei letzteren wird der japanische Verkleidungstrend
aufgegriffen, der sich mit dem Manga- und Anime-Boom seit 1990 auch in
den USA und Europa stark verbreitet. Besonderer Wert wird bereits im Vorfeld
der Ausstellung auf die intensive Vernetzung mit anderen Institutionen wie
den Volkshochschulen gelegt.

Die spannende Frage nach den Gründen für die steigenden Beliebtheit von
Manga auch in Deutschland wird wohl die meist diskutierte Frage in der
Ausstellung werden.

Bitte kicken Sie hier, um zum Faltblatt mit den Sonderterminen zur Ausstellung zu gelangen!

Das gewisse Etwas – Vom Charme der Accessoires

03.04.2011 - 25.09.2011




Modegeschichte seit dem Biedermeier greift das Stadtmuseum
Hornmoldhaus in den Frühjahrs- und Sommermonaten auf. Die reizvollen
Exponate, von denen die Mehrzahl noch nie öffentlich gezeigt wurde,
stammen aus Ludwigsburger und Stuttgarter Privatsammlungen. Ergänzt
werden sie mit Objekten aus dem eigenen textilen Sammlungen des
Stadtmuseums Hornmoldhaus.

Die Schwerpunkte der Präsentation liegen auf den Themen „Hüte“ und
„Handtaschen“. Anhand einer Kollektion von Hutmodellen seit der
Gründerzeit wird die Geschichte der Mode ansprechend erzählt und mit
historischen Fotografien aus Privatbesitz kontrastiert. Auch die Handtaschen
und hier besonders hochwertige Perlhandtaschen und Beutel werden sicher
ihre Liebhaber finden. Daneben werden auch heute kaum noch
gebräuchliche Accessoires wie Sonnenschirme oder Spitzenhandschuhe
vorgestellt. Accessoires für Männer werden zwar in der Minderzahl sein, aber
deshalb nicht weniger interessant für die Betrachter sein.

Bei allem Schwelgen in feinsten Handarbeiten und Handwerksprodukten wird
die Seite der Hersteller nicht vergessen. So werden auch besonders die
Herstellungsverfahren bei den sehr aufwändig oft in Heimarbeit gestrickten
oder gestickten Perlhandtaschen vorgestellt.

Doch nicht nur Modefans kommen auf ihre Kosten. Mit den reizvollen
Blütenbuketts der Perlhandtaschen unternimmt die Ausstellung botanische
und gärtnerische Ausflüge in die Welt der Ziergärten des 19. und 20.
Jahrhunderts und streift durch die blühende Natur im Laufe der Jahreszeiten.

Ein reichhaltiges Begleitprogramm mit Modenschauen, kreativen Angeboten
zum Ausprobieren historischer Handarbeitstechniken und einer aktiven
Modistenwerkstatt rundet die Präsentation ab.


Papa, schenk' mir ein Pferdchen!

26.09.2010 - 13.03.2011




Nicht nur in einer Pferdemarktstadt wie Bietigheim-Bissingen war Pferdespielzeug in Kinderhand.
So wurde „Pferdeverstand“ früh gefördert, denn Pferde waren sowohl als Reittiere wie auch für die Feldarbeit, Transporte und beim Militär unersetzlich. So erstaunt es nicht, dass in der Vergangenheit besonders für Jungen Pferde und Reiter zum wichtigsten Spielzeug zählten.
Die Ausstellung zeichnet die Entwicklung dieses schon aus archäologischen Funden bekannte Spielzeug bis in die Gegenwart nach und schöpft dafür zum einen aus der eigenen Sammlung, zum anderen bezieht sie Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen ein. Klassische Pferdespielzeuge wie Steckenpferde, Räderpferde, etwa von Typ der „Odenwälder Gäulchen“ und Schaukelpferde stehen im Zentrum der Schau. Kleine, aber feine Rösser aus Zinn, Elastolin, Plastik und anderen Materialien zeigen die enorme Variationsbreite dieses Spielzeugstyps auf. Pferde auf Papier und Pappe – als Figuren bei Brett- und Gesellschaftsspielen, als Akteure in Bilderbüchern sowie Kinder- und Jugendliteratur und ihr Vorkommen in Filmen und Computerspielen runden die Präsentation ab. Exponate aus Malerei, Grafik und Plastik, literarische Quellen und Photos greifen besonders sozialgeschichtliche und pädagogische Fragestellungen auf. Aktuelle Entwicklungen, die besonders auf Mädchen und ihre Neigung zu Pferdespielzeugen abheben, dürfen nicht fehlen. Die Fülle der ausgestellten Pferdchen zum Spielen wird mit einigen Beispielen von Spielzeug für Reitpferde kontrastiert.

Vorträge und Führungen, Workshops für Schüler und Erwachsene, altersgruppenspezifisch konzipierte und generationenübergreifende Veranstaltungen umfasst das Begleitprogramm. Stände und Angebote zum Lernen und Staunen, zum Mitmachen und Mitnehmen, zum Zuhören und Kontakte knüpfen bietet das Aktionswochenende im November.

Restauratoren arbeiten über die gesamte Laufzeit in der Sonderausstellung an einem Schaukelpferd, das dem Stadtmuseum Hornmoldhaus geschenkt wurde. So können die Besucher verschiedene Arbeitsprozesse erleben und sich dabei über den aktuellen Stand der Restaurierung farbig gefasster Holzgegenstände informieren.


Wo man singt... Musikalische Geschichte(n) aus Bietigheim-Bissingen

14.03.2010 - 12.09.2010

Gesungen wurde in Bietigheim und Bissingen sicher schon vor der Gründung
verschiedener Chöre, doch lassen sich diese Traditionen nur schwer fassen.
Seit den Vereinsgründungen im 19. Jahrhundert wird die Geschichte des
Laienchorgesangs in den damals noch unabhängigen Orten Bietigheim,
Bissingen, Metterzimmern und Untermberg nachvollziehbar und kann mit
reizvollen Objekten und anderen Quellen eindrucksvoll dokumentiert werden.

Besonders weit reicht die Tradition des Sängerkranzes Bietigheim e.V.
zurück, der im Jahr 2010 auf 150 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken
kann. 1863 lud der damals drei Jahre junge Sängerkranz zur Fahnenweihe
und nahm 1865 am 12. Chorfest des Schwäbischen Sängerbundes in
Rottweil teil. Große Höhen und Tiefen, bedingt durch Kriege und andere
Krisenzeiten, blieben dem Verein nicht erspart.

So nimmt das Stadtmuseum Hornmoldhaus diese spannende Entwicklung
eines kultur-treibenden Vereins in der Doppelstadt Bietigheim-Bissingen zum
Anlass, in dieser Sonderausstellung die Geschichte aller in Vereinen
organisierten Sängerinnen und Sänger nachzuzeichnen und ihre
wechselvolle Vergangenheit bis in die Gegenwart zu präsentieren.
Hier sind neben dem „Sängerkranz Bietigheim“ mit dem „Kammerchor
Bietigheim“ vor allem der „Frohsinn Bietigheim“, die „Chorvereinigung
Bietigheim“ mit der „Chorporation“, der aus der Chorvereinigung Bissingen
hervorgegangene Chor „Vocalis“, die „Eintracht Untermberg“ und der
„Liederkranz Metterzimmern“ mit seinem jungen Sproß „Bel Canto“ zu
nennen. Nicht vergessen werden dabei die Geschichte(n) der inzwischen
aufgelösten sowie der in anderen Chören aufgegangenen Vereine. So
werden die „Union Bietigheim“, die „Harmonie Bietigheim“, der „Vorwärts
Bietigheim“, die „Concordia Bietigheim“ oder die „Sängerlust Bissingen“
genauso beleuchtet.
Der Blick auf regionale und überregionale Chorvereinigungen als
Dachorganisationen vernetzt die lokalen Laiensängertraditionen mit den
Strukturen und Entwicklungen auf Landes- und Bundesebene.

Kontrastiert wird die Chorgeschichte und Musikgeschichte mit den
Ereignissen in Stadt und Land, die oft von den Sängern begleitet wurden. Ein
Blick auf die Sozialgeschichte der Mitglieder von Gesangsvereinen offenbart,
dass beispielsweise Sänger unter den Gründungsmitgliedern des Gewerbe-
und Handelsvereins in der Stadt waren und in Wirtschaft und Verwaltung nicht
selten Schlüsselpositionen einnahmen. Die im 19. Jahrhundert entstandene
bürgerliche Kultur entwickelte sich zur „Alltagskultur“, in der selbst
organisierte Geselligkeit, Bildung und gesellschaftliches Engagement einen
hohen Stellenwert hatten. Gerade Vereine, etwa die Sängergruppen, boten
einer bürgerlichen Öffentlichkeit Raum und ermöglichten außerhalb höfischer
Strukturen Kommunikation und persönlichen Austausch. Die zuerst rein
privaten Vernetzungen der Vereinsmitglieder ermöglichten Kontakte über
Standesschranken hinweg und spielten auch in der politischen
Willensbildung eine nicht zu unterschätzende Rolle. Gerade die Treffen der
Sängervereine spiegelten im 19. Jahrhundert die nationalen wie die liberalen
Bestrebungen wieder, die politische Zerrissenheit des Deutschen Bundes
hin zu einem Nationalstaat zu überwinden.

Mit Bildern, Quellen und ausgewählten Exponaten soll die Präsentation
gerade auch Nicht-Sängerinnen und -sänger ansprechen und mit Film- und
Hörbeispielen Besucher verschiedener Altersgruppen über die Facetten des
Singens in Gemeinschaft informieren. Ein klingendes Begleitprogramm
rundet die Sonderausstellung ab.

Die Ausstellung findet parallel zur Landesausstellung „Musikkultur in Baden-
Württemberg“ statt, die im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart und dem
Badischen Landesmuseum Karlsruhe vom 16. April bis 12. September 2010
die überaus reiche musikalische Vergangenheit und Gegenwart unseres
Bundeslandes vorstellt.


Apfel, Nuss und Mandelkern. Backgeschichte(n) aus Baden-Württemberg

11.10.2009 - 21.02.2010

Verlängert bis 21.02.2010 (Pressemitteilung unten zu lesen)
Die aktuelle Sonderausstellung „Apfel, Nuss und Mandelkern,
Backgeschichte(n) aus Baden-Württemberg“ wird wegen Krankheit
verlängert und ist noch bis einschließlich 21. Februar 2010 im
Stadtmuseum Hornmoldhaus zu sehen.

Weihnachten ohne Gutsle ist in unseren Breiten nur schwer vorstellbar.
In vielen Haushalten verwandelt sich die Küche in der Advents- und
Weihnachtszeit zur Backstube, in der sich alle Familienmitglieder an der
Herstellung von Lebkuchen, Makronen, Springerle und vielen anderen
Plätzchen beteiligen oder mindestens naschen.
Doch woher stammen diese traditionellen Rezepte? Wie lassen sich die
vielfältigen Formen des Kleingebäcks erklären? Welche Geschichte(n)
stecken hinter all’ den Leckereien? Diesen Fragen spürt die
Sonderausstellung nach, wenn sie sich intensiv mit den verschiedenen
Brauchtumsgebäcken in Herbst und Winter, vor allem aber
Weihnachtsbäckerei beschäftigt. Beginnend mit den Gebildbroten und
Kultgebäcken zum Erntedank und Kirchweih, den Seelen zu Allerheiligen und
Allerseelen verfolgt die Ausstellung die Gebäckvielfalt zu Martini, Nikolaus und
Weihnachten. Mit den badischen Hohwölfle zu Silvester, den Neujahrsbrezeln
und den Reutlinger Mutscheln zu Dreikönig endet mit dem Lichtmesstag
dieser Gebäckreigen durch das winterliche Jahr.
Die Präsentation setzt sich weiter mit der Herkunft unserer oft seit
Generationen weitergegebenen Rezepte auseinander und stellt die
verwendeten Zutaten vor. Dabei setzt sie auch fast Vergessenes wie Tragant,
Hirschhornsalz oder Pottasche in Szene und stellt Süßigkeiten wie
Quittenspeck vor. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei der Verwendung von
Zucker gewidmet, der lange Zeit als teurer Luxus nur einer kleinen,
wohlhabenden Bevölkerungsschicht zur Verfügung stand. Reizvoll wird die
Vorstellung verschiedener historischer Model, deren ungeheure Motivvielfalt
und anregende Bildsprache mit vielen alten Modeln herausgearbeitet werden.
Historische Berufe wie Lebküchler oder Pfefferkuchenbäcker werden in
Abbildungen vorgestellt.
Sicher gibt die Ausstellung Anlass, über darüber zu reflektieren, welche Rolle
die Pflege von Traditionen im 21. Jahrhundert spielt.
Vorführungen eines Modelschnitzers, ein Modelmarkt und viele kreative
Angebote wie das Herstellen von Papierspringerle gestalten das
Begleitprogramm abwechslungsreich und laden passend zur Jahreszeit ins
Museum ein.



Presseinfos aus dem Hornmoldhaus 20.01.2010

Ausstellungsdauer wird verlängert
Gute Nachrichten für Model-Fans


Die aktuelle Sonderausstellung „Apfel, Nuss und Mandelkern.
Backgeschichte(n) aus Baden-Württemberg“ wird wegen
Krankheit verlängert und ist noch bis einschließlich 21.
Februar 2010 im Stadtmuseum Hornmoldhaus zu sehen. Die für
Sonntag, 24. Januar 2010, 11 Uhr, angekündigte Führung
durch die Sonderausstellung muss aus dem genannten Grund
leider entfallen.
Führungen für Kindergartengruppen und Schulklassen sind an
Wochentagen jeweils von 9 – 10.30 Uhr und von 10.30 – 12
Uhr möglich. Buchungen nehmen Andrea Kohler (07142/74 361)
und Jasmin Müller (07142/74 362 ) vormittags im
Museumsekretariat gerne entgegen. Die Schwerpunkte der
kulturpädagogischen Programme liegen nun auf den in
traditionellen Rezepten verwendeten Gewürzen, ihrer
Herkunft und ihrer Geschichte. Viele sinnliche Erfahrungen
runden die museumspädagogischen Elemente ab. Konsequent
wird damit auch das bisherige Kreativangebot um die
Herstellung von Pomandern ergänzt. So können die
teilnehmenden Kinder in dem jede Führung ergänzenden Kreativteil
eine duftende Erinnerung an den
Ausstellungsbesuch herstellen und nach Hause mitnehmen.
Für Kindergartengruppen und Klassen werden die Führungen
kostenlos angeboten, lediglich ein kleiner Pauschalbetrag
zur Deckung der Materialkosten wird erhoben. Bei
Kindergartengruppen und Klassen, die aus Orten außerhalb
der Verwaltungsgemeinschaft Bietigheim-Bissingen ins
Stadtmuseum Hornmoldhaus kommen, wird pro teilnehmendem
Kind ein Führungsentgelt von einem Euro erhoben.

Mit der Verlängerung der aktuellen Sonderausstellung
verschiebt sich auch der Beginn der nächsten Präsentation
„Wo man singt ..... Musikalische Geschichten aus
Bietigheim-Bissingen“ um drei Wochen.
Diese Sonderausstellung wird am Sonntag, 14. März 2010
eröffnet und bis einschließlich 12. September 2010 zu
sehen sein.




Nur Kräutertrank und bittre Pillen? 450 Jahre Apotheken in Bietigheim

05.04.2009 - 27.09.2009



Apotheken waren im nachreformatorischen Württemberg seltene
Institutionen. Neben der seit 1413 bestehenden Hofapotheke in Stuttgart war
1473 eine weitere Apotheke in Tübingen eingerichtet worden. Erst die
Initiative Herzog Christophs führte zur weiteren Gründung von Apotheken im
Land und auch Bietigheim erhielt neben Calw und Göppingen seine erste
Apotheke. Dies, verbunden mit der Einstellung eines studierten Stadtarztes,
war für die Stadt Bietigheim ein Meilenstein in der Verbesserung der
medizinischen Versorgung der Bevölkerung. Anlässlich des 450. Jahrestages
dieser herzoglichen Verfügung in der Großen Kirchenordnung aus dem Jahr
1559 setzt sich das Stadtmuseum Hornmoldhaus mit der Entstehung der
Apotheken in der Stadt auseinander und beleuchtet ihre Entwicklung bis in
die Gegenwart.
Vor dem Hintergrund der allgemeinen der Geschichte der Apotheken und
dem Berufstand der Apotheker in Deutschland legt die Sonderausstellung
ihren Schwerpunkt auf die stadt- und regionalgeschichtliche Dimensionen
der Pharmazie. Dabei erhält die Darstellung des Arbeitsplatzes „Apotheke“
mit vielen Exponaten aus Bietigheim-Bissingen selbst breiten Raum.
Leihgaben anderer Häuser und Privatsammlungen ergänzen diese Schau
um weitere Aspekte. Apothekenmobiliar, Waagen, Mörser, Standgefäße und
andere Geräte zur Herstellung und Aufbewahrung von Arzneimitteln werden
gezeigt, um die verschiedenen Facetten des Berufsbildes des Apothekers
möglichst umfassend zu präsentieren. Die Ausstellung spannt auch den
Bogen zu lokalgeschichtlich interessanten Firmen, die sich mit der
Herstellung von Heilmitteln und Drogeriewaren beschäftigten. Abgerundet
wird die Präsentation durch mobile Apotheken wie Haus- und
Reiseapotheken bis hin zu Spielzeug-Apotheken im Miniaturformat.
Pharmaziegeschichtliche Vorträge, Sonderführungen, Besichtigungen und
Aktionen für verschiedene Zielgruppen bilden das attraktive und lebendige
Begleitprogramm.


„Verblüffend! Textile Experimente“

29.03.2009 - 13.04.2009


Parallel zu der Präsentation „Quilts – Handwerk und Kunst. Textile Werke von
Friederike Hoerst-Röhl“,einer der aktuellen Sonderausstellungen im
Stadtmuseum Hornmoldhaus, wird noch eine kleine, feine internationale
Textilkunstausstellung „Verblüffend! Textile Experimente“ für
zwei Wochen vom 29. März bis 13. April 2009 gezeigt werden. Sie stellt die
Ergebnisse des 2. von Gudrun Heinz (Karlsruhe und Pforzheim)
organisierten Wettbewerbs für Kleinformate vor, an dem sich 74
Textilkünstlerinnen und Textilkünstler mit 115
Arbeiten beteiligten. Für die Besucher entfaltet sich eine Präsentation von
Werken im Format 20 x 20 cm, bei denen textile und nicht-textile Materialien
einbezogen wurden. Es entstanden dabei reizvolle Arbeiten, die von sachlich-
schlichten bis üppig-raffinierten Entwürfen reichen und die Grenzen des
traditionellen Patchworks und Quiltings oft überschreiten.

Außerdem werden einige Textilschaffende, die sich am
Wettbewerb„Verblüffend! Textile Experimente“ beteiligten, während der
Ausstellungszeit Einblick in ihre Arbeit geben und Kurz-Workshops zu
verschiedenen Themen anbieten.
Detailinformationen entnehmen Sie bitte der Rubrik „Termine“ im März und April.


Quilts – Handwerk und Kunst. Textile Werke von Friederike Hoerst-Röhl

01.02.2009 - 26.04.2009



Textile Arbeiten waren Jahrhunderte lang oft die einzige Chance für Frauen,
ihre künstlerische Fähigkeiten zum Ausdruck zu bringen. Kunstvolle
Handarbeiten wurden aber oft nur im privaten Rahmen genutzt und
präsentiert und gelangten nur selten an die Öffentlichkeit.
Inzwischen ist die Textilkunst dabei sich zu emanzipieren und viele
Textilkünstlerinnen und Textilkünstler setzen jahrhundertealte Techniken ein,
um ihre kraftvollen und ausdrucksstarken Arbeiten zu schaffen. So ist es nur
konsequent, wenn sich das Stadtmuseum Hornmoldhaus mit textilem
Sammelschwerpunkt wieder intensiv mit textilen Techniken auseinandersetzt
und das mit der Sonderausstellung „Fäden, Brettchen, viel Geduld – Weben
mit Brettchen“ begonnene Konzept, Textilkunst zu präsentieren, fortsetzt.
Für dieses Ausstellungsprojekts stehen Quilts im Fokus des Interesses.
Ausgehend von den traditionellen Decken der nach Amerika ausgewanderten
Amish und anderen religösen Gruppierungen haben sich weltweit
verschiedene Techniken entwickelt, die fast alle aus zwei bis drei
Stoffschichten entstehen. Die meist als Patchworkarbeit ausgeführte obere
Lage wird durch kunstvolle, mit Zierstichen ausgeführte Muster mit einer
voluminösen mittigen Lage und der textilen Rückseite verbunden.
Seit dem Ende der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde ausgehend
von den USA das Patchen und Quilten wieder entdeckt. Erstaunlicherweise
hat sich seither neben den traditionell geprägten Arbeiten eine sehr
lebendige und aktive Szene entwickelt, die sich innovativ mit diesen textilen
Techniken auseinandersetzt und reizvolle Kunstquilts oder Artquilts
hervorbringt. Als eine sehr aktive Vertreterin dieser Richtung gilt die Bissinger
Textilkünstlerin Friederike Hoerst-Röhl, die für diese Sonderausstellung eine
Auswahl ihrer Arbeiten zur Verfügung stellt. Besondere Angebote für
sehbehinderte und blinde Besucherinnen und Besucher sowie ein Workshop
für Jugendliche sind Elemente des Begleitprogramms, das von Friederike
Hoerst-Röhl intensiv mitgetragen wird.



Dieser aus aktuellem Anlass entworfene und realisierte Artquilt von Friederike
Hoerst-Röhl wird in der Ausstellungseröffnung am 1. Februar 2009 um 11
Uhr im Ratssaal des Bietigheimer Rathauses durch Herrn
Oberbürgermeister Jürgen Kessing amerikanisch versteigert. Mit einem
Einsatz von 10 € hat jeder Teilnehmer der Versteigerung die Chance auf das
Kunstwerk. Der Erlös der Aktion wird für die Arbeit des "Schlupfwinkel", der
Kontaktstelle für Kinder und Jugendliche auf der Straße in Stuttgart gespendet.

Weitere Details finden Sie unter dem Datum 1. Feburar in der Rubrik
"Termine".


Der große Bärentag – von Gummibär bis Teddybär

23.11.2008 - 23.11.2008

Von Gummibär bis Teddybär
Der große Bärentag im Stadtmuseum Hornmoldhaus


Am Sonntag, 23. November 2008, findet im Stadtmuseum Hornmoldhaus der
große Bärentag statt.
Mehrere Bärenmacherinnen aus Baden-Württemberg werden von 11 – 17 Uhr
im Stadtmuseum Hornmoldhaus ihre selbstgemachten Bären präsentieren
und sich bei verschiedenen Arbeitsschritten gerne über die Schulter schauen
lassen.
Ursula Ehmann aus Ditzingen wird wieder in ihrer Bärenwerkstatt im ersten
Obergeschoss des Hornmoldhauses arbeiten. Weiter werden Sabine
Bistricky aus Bietigheim-Bissingen, Brunhilde Buck aus Ludwigsburg,
Elisabeth Gehringer aus Magstadt, Ingrid Lauber aus Tamm, Herta Schmidt
aus Markgröningen, Bianca Unseld aus Neu-Ulm und Marina Zimmermann
aus Korntal-Münchingen. Die Herstellung von Gummibären präsentiert Dieter
Schulz aus Tamm. Süße Bärchen zum Naschen hat die Zuckerwarenfabrik
SADEX aus Winnenden zur Verfügung gestellt, die, so lange der Vorrat reicht,
an Kinder verschenkt werden.
Daneben bietet das Team des Stadtmuseums Hornmoldhaus
Bastelangebote für Kinder, eine Kinderbetreuung und Bärenrätsel an.
Während das eine Buchstabenquiz für Schülerinnen und Schüler bereits im
Haus aufliegt, hat das Suchspiel für kleine Kinder und ihre Eltern mit dem
Museumsbär „Bommerle“ am Sonntag Premiere. Nikola Kerner, die neue
Partnerstudentin aus der Fachhochschule für Gestaltung in Schwäbisch Hall,
gibt damit ihr Debüt im Stadtmuseum Hornmoldhaus.
Tatkräftig unterstützt wird das Team des Stadtmuseums von der Klasse 8bR
aus der Oscar-Paret-Schule in Freiberg am Neckar. Die Schüler zeigen damit
ihr soziales Engagement und bringen nun die in ihrer Aktionswoche
erworbenen Fertigkeiten erstmals bei einer großen Veranstaltung ein.
Der Eintritt zum Bärentag ist frei. Das Stadtmuseum Hornmoldhaus ist an
diesem Sonntag bis 18 Uhr geöffnet.








Japan badet...

10.11.2008 - 18.01.2009





Das Baden in heißen Quellen (onsen) hat in Japan eine lange Tradition.
Mythologischen Ursprungs („Der weiße Hase von Inaba“), wurden dem
Thermalwasser im Volksglauben besondere, vor allem heilende, Kräfte
zugeschrieben. Bereits in der frühen Edo-Zeit , ab dem 17. Jahraundert, setzte
ein reger Badetourismus ein, „Reisen“ wurde gleichbedeutend mit „ein Onsen
aufsuchen“. Gebadet wurde zum Zwecke der Reinigung, Erfrischung und
Heilung. Baelz konstatierte während seines Aufenthaltes in Japan
(1876-1905), dass die gesellige Einrichtung des Bads in Japan vergleichbar
sei mit der in Deutschland des Mittelalters. Bedingt durch die zahlreichen
Vulkane gibt es in Japan heute etwa 1200 Örtlichkeiten mit rund 12.000
Onsen, d.h. Quellen von mehr als 30° C, die mit unterschiedlichen
Mineralstoffen angereichert sind. Baelz hat sich bald nach seiner Ankunft
1876 in Japan mit den unterschiedlichen Thermalquellen wissenschaftlich
beschäftigt. Dabei hat er das 1300 m hoch, zu Füßen des Vulkans Shirane
gelegene Kusatsu mit seinen bis zu 63° C heißen Quellen auch zu einem
Heilbad für Leprakranke gemacht. Seine Ideen zur Errichtung von Sanatorien
und Hotels fanden zu seinen Lebzeiten zwar keine Verwirklichung, doch baute
Kusatsu seit den zwanziger Jahren des 20.Jhs. seine Badeeinrichtungen
zielstrebig aus und ist heute das meistbesuchte Onsen Japans.
Die Ausstellung zeigt die japanische Badekultur und stellt dabei Baelz’
besondere Beziehung zu Kusatsu in den Mittelpunkt. Der Ursprung der
dortigen Heilquellen wird anhand eines Manga vorgestellt. Neben den
medizinisch indizierten Bädern, wie Baelz sie für angezeigt hielt, zeigt die
Ausstellung die besonderen Badegewohnheiten der Japaner auf, die sich bis
heute erhalten im täglich angewendeten häuslichen Bad erhalten haben und
deren Schwerpunkt im Wellnessbereich liegt.
Kinder- und Familienangebote in der Sonderausstellung

Neben den unter der Rubrik „Termine“ angekündigten Veranstaltungen und
den klassischen Führungen für Erwachsenengruppen können auch während
der Sommerferien Kinder- und Familienangebote gebucht werden.

Wir bieten:

- Kindergeburtstage zum Thema „Ein Bietigheimer in Japan
- Ferienangebote für Kindergärten und Kernzeitgruppen
- Eltern-Kind-Programme

Auch Eltern mit kleinen Kindern, zum Beispiel Krabbelgruppen, sind herzlich
willkommen.
Die Sonderausstellung „Japan badet“ ist barrierefrei auch mit Kinderwagen zu
besuchen.


Das Foto zeigt Kinder einer Krabbelgruppe. Mütter und Kinder falteten
Samuraihelme aus japanischen Zeitungen als kreativen Impuls am Ende der
Führung in der Sonderausstellung "Japan badet".
Foto: Petra Lindberg, Bietigheim-Bissingen



Bären – Gefährliche Raubtiere – geliebte Kuscheltiere

12.10.2008 - 22.03.2009




Die jungen Eisbären Knut, Flocke und Wilbär sind seit Monaten Medienstars
und lenken viel Aufmerksamkeit auf sich. Doch schon vor dieser
Eisbäreneuphorie sind Bären aus Literatur und Werbung nicht wegzudenken.
In Fabeln und Märchen sind Bären erwähnt, man denke nur an den Bären in
der Rolle des Tierbräutigams im „Schneeweißchen und Rosenrot“. Die
Brüder Grimm stellen in ihrem „Deutschen Wörterbuch“ die Bären als „König
der Tiere“ vor, denn vor dem Kontakt mit den Römern waren Löwen nördlich
der Alpen nicht bekannt. Diese bärenstarken Tiere zu bezwingen war schon
für unsere steinzeitlichen Vorfahren eine Herausforderung, die oft mit den
Bären um die Winterquartiere in Höhlen konkurrierten. Seit der Erfindung des
Schießpulvers zogen die Bären in der Auseinandersetzung mit den Menschen
meist den Kürzeren, wie es auch Problembär „Bruno“ in jüngster
Vergangenheit erging und damit viele Gemüter erregte. Wenn sie den
Bärenfang überlebten, führten sie als Tanz- oder Zirkusbären ein wenig
artgerechtes Leben. Heute finden sie in den Zoos eine angemessene
Umgebung. Diesen ehemals heimischen Braunbären werden in der
Sonderausstellung neben den Eisbären auch Grizzlybären, Schwarzbären,
Pandabären, Waschbären und Ameisenbären gegenübergestellt.

Als die wild lebenden Bären weitgehend verschwunden waren, tauchten sie
als Spielzeuge in den Kinderzimmern, in Bilderbüchern und Filmen als
liebenswerte Kuscheltiere auf. Der „Geburtstag“ dieser Teddybären war der
16. November 1902, als die Washington Post einen Cartoon veröffentlichte,
der den als leidenschaftlichen Bärenjäger bekannten amerikanischen
Präsidenten Theodor Roosevelt zeigte, wie er einem jungen Bären das Leben
rettete. Aus dieser Abbildung entwickelte sich die Idee, Stoffbären zu nähen,
die das Ehepaar Michtom mit präsidialer Genehmigung „Teddy“ nennen
durfte. Ein Jahr später präsentierte Margarethe Steiff ihren ersten Spielbären
auf der Leipziger Spielwarenmesse.

In der Zwischenzeit wurden schier unübersehbare Mengen an
Spielzeugbären hergestellt und an Kinder als geduldige Zuhörer und
Seelentröster verschenkt. Viele dieser Bären sind längst begehrte
Sammelobjekte geworden. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von
Teddybären aus baden-württembergischen Sammlungen. Sie will die
Entwicklung des Teddybären exemplarisch nachzeichnen.

Die Sonderausstellung schließt mit dem Blick auf die Herstellung von
Teddybären. In der integrierten Bärenwerkstatt können die Besucher die
Entstehung eines Bären vom Entwurf bis zum fertigen Bären sehen, die
verwendeten Materialien fühlen und einmal monatlich einer Bärenkünstlerin
bei der Arbeit zusehen.

Gründerjahre - Handel & Gewerbe 1850 - 1930 in Bietigheim und Bissingen

06.04.2008 - 28.09.2008



Die „Gründerjahre“ begannen in Bietigheim und Bissingen um die Mitte des
19. Jahrhunderts Enz und Metter lieferten schon seit Jahrhunderten
Wasserkraft für die Mühlen an Enz und Metter. Diese fanden damals neue
Besitzer mit neuen Ideen: so erwarb 1845 Karl Schumacher die Schleifmühle
in Bissingen an der Enz, 1855 kauften der Dampfkopftopffabrikant Umbach
und der Holzwarenfabrikant Kleemann Mühlen an der Metter. 1856 entstand
mit der Kammgarnspinnerei der erste größere Betrieb an der Enz. Er zählte
bis zur Jahrhundertwende neben der Wetzsteinfabrik Schumacher und der
Tuchfabrik und Spinnerei Schönleber zu den drei einzigen Fabriken.

Noch war der 1848 vollzogene Anschluss an das württembergische
Eisenbahnnetz als Haltepunkt der Nordbahn von Stuttgart nach Heilbronn
von untergeordneter Bedeutung. Der weit außerhalb liegende, damals noch
ungeliebte Bahnhof fand erst nach seinem Ausbau als
Eisenbahnknotenpunkt mit der Verbindung über das Viadukt an den Rhein
1853/54 größere Beachtung.

Die entstandenen Betriebe zogen Arbeitskräfte an. Die wachsende
Bevölkerung stellte neue Anforderungen an die Infrastruktur von Bietigheim
und Bissingen. 1875 wurden die ersten Wasserleitungen im Stadtgebiet
gelegt, 1896 entstand das erste Elektrizitätswerk in der Stadt.

Die erst 1873 neu erbaute Hillerschule in Bietigheim musste bereits 1886
erweitert werden. In Bissingen wurde 1913 der Schulneubau eingeweiht. Ein
neues Krankenhaus auf der Gaishälde, ganz in der Nähe der 1884/85 neu
erbauten katholischen Laurentiuskirche ersetzte 1910 das alte Stadtspital an
der Metter.


Bis zum Ausbruch des I. Weltkriegs entstanden in Bietigheim 14 neue
Fabriken, die sich – unabhängig von der Wasserkraft und relativ teuren
Dampfmaschinen – mit Elektromotoren ausgestattet, vorzugsweise im
verkehrsgünstig gelegenen Bahnhofsgebiet niederließen. Zu ihnen gehörten
die Glasbiegerei Frey (1887), die Schmirgelwarenfabrik Elbe(1889) und ab
1899 die Linoleumwerke. In dieser Phase entwickelte sich Bissingen als
Standort für die metallverarbeitende Industrie.1884 ließ sich dort Gottlob Grotz
nieder.


Viele Handwerker vor Ort mussten sich den veränderten Bedingungen
anpassen: einige meldeten parallel ein Handelsgewerbe an oder
konzentrierten sich ausschließlich auf den Verkauf. Schlosser, Schreiner,
Glaser usw. setzten auf Reparaturen und Service, um ihr Auskommen zu
haben. Andere Handwerker, vor allem aus dem textilen Sektor, entschieden
sich für die Arbeit als Facharbeiter in den Industriebetrieben.

Bis 1923 spürten die Menschen in Bietigheim und Bissingen die den Ersten
Weltkrieg und seine Folgen: Gefallene waren zu beklagen,
Lebensmittelknappheit, Wohnungsnot und später noch die Inflation prägten
den Alltag. In den „Goldenen Zwanzigern“ ging es auch vor Ort auch wieder
aufwärts. Der 1925 ausgerichtete erste Pferdemarkt und die parallel gezeigte
Leistungsschau des örtlichen Gewerbes signalisierten die wirtschaftliche
Erholung. Im Mittelstand und den Industriebetrieben wurden neue
Arbeitsplätze geschaffen. Ein weiteres Indiz für die positive Entwicklung der
Jahre bis 1929 ist das große Engagement vieler Bürger in Vereinen
unterschiedlichster Ausrichtung.

Die Sonderausstellung zeigt meist zum ersten Mal ausgestellte Schenkungen
und Ankäufe, ergänzt durch Objekte aus der Sammlung des Stadtmuseums
Hornmoldhaus und den Beständen des Stadtarchivs Bietigheim-Bissingen.
Leihgaben der Armstrong DLW AG, Bietigheim-Bissingen und dem
Geschichtsverein Besigheim e.V. runden die Präsentation ab.

Auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen .... Katholische Gemeinden in Bietigheim und Bissingen

09.03.2008 - 25.05.2008

Mit dem bescheidenen, neugotischen Laurentiuskirchlein, das 1885 auf der Gaishälde in Bietigheim gebaut wurde, ging ein lange gehegter Wunsch der katholischen Gläubigen in der Stadt in Erfüllung. Es diente der damals 127 Gläubige umfassenden katholischen Kirchengemeinde als Gotteshaus. Nach erheblichen Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg bot es der inzwischen durch eine große Zahl von Heimatvertriebenen angewachsenen Gemeinde nicht mehr genügend Raum. Da keine Erweiterungsmöglichkeiten bestanden, musste das Gebäude 1955 abgebrochen werden. Damit war ein Neubau dringend erforderlich, der 1958 durch Bischof Carl Josef Leiprecht geweiht wurde. Aus Anlass der 50. Wiederkehr dieser feierlichen Weihe der neuen Laurentiuskirche erarbeitet das Stadtmuseum Hornmoldhaus zusammen mit der Kirchengemeinde St. Laurentius das Ausstellungsprojekt, das vorrangig das vergangene halbe Jahrhundert Kirchen- und Gemeindegeschichte dokumentiert. Neben Bauplänen und Quellen aus dem Stadt- und Gemeindearchiv lebt die Präsentation von persönlichen Exponaten der Gemeindemitglieder, wie Taufkleidern, Hochzeitsfotos, Orgelpfeifen oder Kirchenchornoten, die das Leben in der Gemeinde in ihrer engen Verflechtung mit der Stadt selbst und der katholischen Schwestergemeinde „Zum guten Hirten“ in Bissingen vorstellt. Damit präsentiert das Stadtmuseum Hornmoldhaus einen Aspekt der Stadtgeschichte im Fokus religiösen Lebens in Bietigheim-Bissingen.





Ei, Ei Eierkunst

24.02.2008 - 09.03.2008





Kabinettausstellung: "Feldpostbriefe 1939 – 1945 aus Bietigheim"

25.11.2007 - 24.02.2008

Weit über tausend Feldpostbriefe, Tagebücher und Kriegstagebücher sowohl Privatbesitz als auch aus dem Bestand des Stadtarchivs Bietigheim-Bissingens bilden die Basis dieser Präsentation. Sie zeigt eindrucksvoll, wie der Zweite Weltkrieg Familien auseinander riss, wenn in den privaten Briefen von Sorge um die Familie und Sehnsucht nach den Angehörigen die Rede ist. In die Kriegsgebiete gelangten Poststücke, die den vom Krieg immer stärker geprägten Alltag in der Heimat schilderten. Im Kontrast dazu stehen die „offiziellen“ Feldpostbriefe, gerichtet an den Bürgermeister der Stadt, aus denen auch die, sei es aus Überzeugung oder aus Selbstschutz geäußerte, ideologische Einstellung der aus Bietigheim stammenden Soldaten zum Krieg spricht. Neben solchen Briefen und Poststücken zeigt die Ausstellung von deutschen Soldaten mitgebrachtes „Beutegut“ sowie Gebrauchs- und Ausrüstungsgegenstände der Kriegsteilnehmer.
Dr. Jochen Böhler vom Deutschen Historischen Institut in Warschau konnte für den Eröffnungsvortrag gewonnen werden. Zur Ausstellung erscheint eine von Christa Lieb bearbeitete dreibändige Dokumentation des Quellenmaterials in der "Schriftenreihe des Archivs der Stadt Bietigheim-Bissingen".





Vom Aschenbroedel bis Zwergnase.

28.10.2007 - 24.03.2008



Der 1812 erschienene erste Band der „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm markiert in Deutschland einen Wendepunkt im Umgang mit Volksmärchen. Die bisher nur mündlich überlieferten Erzählungen waren buchfähig geworden und nach dem Grimmschen Vorbild wurden auch in anderen Ländern Märchen aufgezeichnet. So beginnt die Ausstellung konsequent mit der Erstausgabe dieses zentralen Erzählbandes und stellt die nachfolgende, faszinierende Geschichte der Märchenbücher mit Exponaten aus der Sammlung Hase nach. Dem hohen ästhetischen Reiz der Illustrationen in Märchenbüchern des 19. und 20. Jahrhunderts werden sich die Besucher kaum entziehen können und deren Faszination mit den eigenen visuellen Märchenerinnerungen kontrastieren. Namhafte Künstler und Illustratoren, wie etwa der Stuttgarter Professor Carl Offterdinger, setzten die bekannten Märchen immer wieder neu um. Diese, oft dem zeitgenössischen Kunstgeschmack verpflichteten Interpretationen arbeitet die Ausstellung an exemplarisch ausgewählten Märchen wie etwa dem „Gestiefelten Kater“ oder dem „Rotkäppchen“ heraus. Die Präsentation greift mit ausgestellten russischen Märchenbänden die engen Beziehungen des württembergischen Königshauses mit Russland auf und überschreitet mit Darstellungen aus dem orientalischen Märchenzyklus von „Tausendundeiner Nacht“ die Grenzen des europäischen Kulturkreises. Beispielhaft für die vor allem in der Romantik blühende Gattung des Kunstmärchens steht der württembergische Autor Wilhelm Hauff, der besonders mit seinem Märchen vom „Kalten Herz“ auf sich aufmerksam machte. Märchen zum Zuhören, Musik und eine bunte Vielfalt gestalterischer Impulse wechseln sich im Begleitprogramm mit literaturwissenschaftlichen Vorträgen und Angeboten zum kreativen Schreiben ab.





Blütenschimmer - Fruchtgenuss. Obstbau in Geschichte und Gegenwart

10.06.2007 - 14.10.2007

Obstbau in Bietigheim-Bissingen
Für die am 10. Juni 2007 im Stadtmuseum Hornmoldhaus beginnende
Sonderausstellung „Blütenschimmer – Fruchtgenuss. Obstbau in Geschichte
und Gegenwart“ sucht das Stadtmuseum noch persönliche Objekte zum
Bereich Obstbau. Vor allem werden noch sehr individuelle Ausstellungsstücke
wie ein Strohhut, Arbeitskleidung und Schuhe, besondere, gerne auch selbst
angefertigte Obstpflücker und andere Gerätschaften aus der Stadt gesucht.

Auch Fotos, Bilder, historische Bücher oder Zeitschriften, Materialien aus
Obst- und Gartenbauvereinen sowie Obstrezepte sind von Interesse.

Mögliche Leihgaben können der Museumsleitung unter 07142/74 360 oder
per Mail an stadtmuseum@bietigheim-bissingen angeboten werden.






Beim Blick in die württembergische Landesgeschichte sticht der beinahe sprichwörtlich gewordene Reichtum des Landes an Obstbäumen ins Auge, dessen Grundlegung auf Graf Eberhard im Bart zurückgeht. Zwar bedeuteten Kriege immer wieder herbe Rückschläge in der Kultur der Obstgehölze, doch alle Landesherren förderten die Pflanzung von Obstbäumen nach Kräften, waren sie sich doch der Bedeutung des Obstes für die Ernährung der Bevölkerung bewusst. Neben den auf Allmendflächen und Straßenrändern vorgenommenen Baumpflanzungen wurden im 19. Jahrhundert Baumäcker, im 20. Jahrhundert die heute noch heute bekannten Obstwiesen angelegt. Viele Institutionen im Land vermittelten Fachkenntnisse über den an Bedeutung zunehmenden Marktobstbau und die Literatur über den Liebhaberobstbau aktueller und vergangener Jahrhunderte füllt Bibliotheken.
Die Sonderausstellung beleuchtet, ausgehend von der Markung um Bietigheim-Bissingen, die Geschichte des Obstanbaus im Land, stellt alte und neue Obstsorten in historischen Abbildungen gegenüber und fragt nach der ökologischen und wirtschaftlichen Dimension verschiedener Anbaumethoden. Besonders die Streuobstwiesen und ihr Sorten- und Artenreichtum werden im breit gefächerten Begleitprogramm thematisiert. Naturerkundungen, Präsentationen zur Obstverwertung, Fachvorträge und Themenführungen für verschiedene Zielgruppen runden das Ausstellungsprojekt ab.






29.05.2007 - 09.06.2007

Umbaubaupause im Hauptgebäude des Stadtmuseums.

In dieser Zeit nur der Eingang im Rathaushof geöffnet. Zu besichtigen sind in
dieser Zeit nur die Kabinettausstellung "Wie war das früher in der Schule?"
und Teile der Dauerausstellung.

Kabinettaustellung: " Wie war die Schule früher? "

06.05.2007 - 04.11.2007







Schulalltag vor 100 Jahren für Kinder und Erwachsene von heute erfahrbar machen – dieses Ziel haben sich das Kollegium der Hillerschule Bietigheim-Bissingen und das Stadtmuseum Hornmoldhaus für die Realisierung dieser Ausstellung gesetzt. Anlass für das Projekt war der 100. Geburtstag des Erweiterungsgebäudes der Hillerschule. Ausgehend von dieser, 1873 erbauten und nach 1906 erweiterten innerstädtischen Grundschule beleuchtet die Präsentation die Schulentwicklung im gesamten Stadtgebiet.
Kinderzeichnungen, Hefte, Schulbücher, Zeugnisse, Handarbeiten und andere sorgsam gehütete persönliche Schulerinnerungen wie Fotos, Ranzen, Tafeln oder Kleidung dokumentieren neben Lehr- und Lerninhalten, Schülerbewertungen und Veranstaltungen im Schulleben längsschnitthaft die Situation von Kindern in der Stadt.
Besonders im Begleitprogramm soll der Schulalltag vergangener Generationen exemplarisch zum Leben erweckt werden und den Dialog mit der augenblicklichen Schulrealität evozieren.
Während dieser Kabinettausstellung sammelt das Stadtmusuem Fotos zum Thema "Mein erster Schultag." Die Einschulungsbilder aus den Jahren vor
1960 können entweder direkt per email an das stadtmuseum@bietigheim-bissingen.de
übermittelt oder als Papierabzüge leihweise zum Scannen während der Öffnungszeiten im Stadtmusuem Hornmoldhaus abgegeben werden.



Kabinettausstellung: " Ei, Ei, Eierkunst! "

25.02.2007 - 22.04.2007





Spielend kochen, Puppenküchen aus der Sammlung Gerda Ott

21.01.2007 - 27.05.2007






Die Sonderausstellung aus den Schätzen der im Stadtmuseum Hornmoldhaus bestens eingeführten Sammlerin Gerda Ott stellt die Entwicklung des Spielzeugs „Puppenküche“ seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts vor. Vorherige Küchen en miniature waren Schau- und Prestigeobjekte, bis sich dieser Spielzeugstyp zum Erziehungsmedium für angehende Hausfrauen entwickelte.
Besonders reizt in dieser Sonderausstellung die besondere Vielfalt der winzigen Gebrauchsgegenstände für die einzelnen Küchen. Gewissermaßen als Spiegelbilder des Küchenalltags vergangener Jahrhunderte stellen diese volkskundlich bedeutsamen Objekte den Wandel der Hausarbeit, der Nahrungszubereitung und – konservierung vor. Besonders anschaulich lässt sich dies an den Veränderungen der Kochstellen zeigen.
Im Kontrast zu den Winzigkeiten stehen Objekte aus dem Bestand des Stadtmuseums und Schenkungen aus der Bevölkerung der Stadt, an denen Besucher aller Altersstufen historische Küchengeräte erfahren und ausprobieren können. Kenntnisse und Fertigkeiten von der Butterherstellung bis zum Einlegen von Eiern werden in der Auseinandersetzung mit den Ausstellungsobjekten thematisiert und vielleicht ein Stück weit vor dem Vergessen bewahrt.





Über den Tag hinaus ..... 25 Jahre Archiv der Stadt Bietigheim-Bissingen (Kabinettaustellung)

20.10.2006 - 21.01.2007

Die Ausstellung anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Archivs der Stadt Bietigheim-Bissingen informiert über archivische Aufgaben und Problemfelder, präsentiert ausgsewählte Objekte aus den Beständen und zeigt exemplarische Ergebnisse der Arbeit.

Konzeption und Realisierung: Stadtarchivar Stefan Benning und sein Archivteam mit Sonja Eisele und Jasmin Müller



Karl May. Indianer - Fantasie und Wirklichkeit

08.10.2006 - 07.01.2007

Die Ausstellung umreißt die Biografie Karl Mays und setzt sich
mit seinen Erfolgen, aber auch den Brüchen in seiner Persönlichkeit auseinander.
Sie zeigt die Fülle seiner attraktiven, publikumswirksamen Buchausgaben,
die sowohl in Deutschland als auch in vielen Ländern in Übersetzungen Rekordauflagen erreichten.
Seine Klassiker wie die drei Winnetoubände, der "Schatz im Silbersee" oder der "Ölprinz" werden, im Gegensatz zur Indianerliteratur im 19. und früher 20. Jahrhunderts, noch immer gelesen.





Brettchenweben. Das Geheimnis handgewebter Bänder und Borten

09.07.2006 - 08.10.2006

Kabinettausstellung.
Vorstellung der historischen Technik des Brettchenwebens und ihrer aktuellen Anwendungsmöglichkeiten

Sonderausstellung Puppen der Völker

11.06.2006 - 10.09.2006

Präsentation von rund 500 ethnologischen Puppen aus Stuttgarter Privatsammlung





Stein auf Stein

12.02.2006 - 21.05.2006




VERLÄNGERT BIS ZUM 21.05.2006 (Int. Museumstag)!




Das Jahr 1945 in Bietigheim-Bissingen

20.11.2005 - 29.01.2006





Antonias Welt

18.09.2005 - 31.12.2005

Im Jahr 2005 jährt sich das Sterbejahr der Mailänder Herzogstochter Antonia Visconti, der Ehefrau Graf Eberhards des Milden von Württemberg, zum 600.Mal. Ihre reichte Mitgift und kostbare Aussteuer hatten die Mailänder Unterhändler für ihren Ehevertrag durch entsprechende württembergische "Sicherheiten" garantieren lassen: Antonia erhielt das Amt Marbach, das Zabergäu und die Stadt Bietigheim mit allen Einkünften. Während die beiden erstgenannten Gebiete beträchtliche Einkünfte abwarfen, war Bietigheim damals ein bescheidener Ort. Zwar war der Flecken kurz zuvor, 1364, zu Stadt erhoben worden, die damit verbrieften Rechte hatten aber noch in die Tat umgesetzt werden können. Hier griff nun Antonia aktiv gestaltend ein und sorgte für die Bestätigung des Wochenmarktrechtes und stiftete zusammen mit ihrem Mann und weiteren Adligen die heutige Stadtkirche (1401). Damit hatte sie Ende des 14. Jahrhunderts maßgeblich an der Entwicklung der Stadt mitgewirkt.

Dies alles ist Grund genug, sich mit einer gemeinsam von Stadtarchiv und Stadtmusuem erarbeiteten Sonderausstellung an diese interessante Frauengestalt zu erinnern und die Bietigheimer Stadtgeschichte im späteren Mittelalter zu beleuchten. Ein alle Sinne ansprechendes Begleitprogramm ergänzt die Präsentation.

Zeit des Innehaltens - Erwin Baelz auf Reisen

08.05.2005 - 17.07.2005

Alle Infos zur Sonderaustellung, kann man hier herunterladen.

Der Traum vom grünen Gold

13.03.2005 - 06.11.2005

Bereits die Kelten nutzen die Schwimmfähigkeit des Holzes und transportierten Baumstämme auf dem Wasserweg. Bis zum Bau der Eisenbahn Mitte des 19. Jahrhunderts blieb die Flößerei die günstigste Möglichkeit, Holz über weite Strecken zu transportieren. Als um 1900 die letzten Flöße über Neckar und Rhein nach Norden trieben, lag die glanzvollste Periode der Flößerei bereits 100 Jahre zurück. Der intensive Holzhandel hatte die Landschaft verändert. Die großflächigen Kahlschläge wurden mit schnellwüchsigen Fichten und Kiefern aufgeforstet und in den Flüssen war ein dichtes Netz von „Wasserstuben“ entstanden. Auf der Flutwelle dieser Stauwehre glitten die mehr als 120 Meter langen Schwarzwaldflöße zur nächsten „Einbindestelle“.
Von den Holzgärten Vaihingens, Bissingens und Bietigheims wurden Großbaustellen wie das Ludwigsburger Schloss beliefert. Der Holländer-Holzhandel hatte mit immensen Gewinnen manch schillernde Gestalt in den Nordschwarzwald gelockt und erstmals einen bescheidenen Wohlstand in die traditionell arme Region gebracht.
Die Sonderausstellung, die in Kooperation mit dem Schlossmuseum Neuenbürg und dem Stadtarchiv Vaihingen/Enz konzipiert und realisiert wurde, zeigt mit einem begehbaren Modellfloß die komplizierte Technik des Einbindens, Steuerns und Bremsens. Originalexponate, Medien und Modelle machen die Besucher mit einem Berufsstand bekannt, in dem sich Gefahren mit Abenteuer und dem Traum vom großen Geld mischten.

Faszination Blechspielzeug

21.11.2004 - 27.02.2005

Eisenbahnen, Autos, Tiere und anderes Blechspielzeug werden in dieser Sonderausstellung vorgestellt. Die Präsentation erfolgt in Kooperation mit dem Württembergischen Landesmuseum Stuttgart. Besonderer Wert wird bei dieser Ausstellung auf die Beteiligung privater Sammler sowohl aus der Region um Bietigheim-Bissingen als auch um Aulendorf gelegt, denn im dortigen Spielzeugmuseum wird die als Wanderausstellung konzipierte Schau ein weiteres Mal gezeigt.
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Ins Schwarze getroffen -
Schützengeschichte(n) aus BiBi

18.07.2004 - 07.11.2004

Drei Schützenvereine der Stadt haben im Jahr 2004 Grund zum Feiern: die Schützengilde Bietigheim wird 150, der Schützenverein Bissingen 50 und der Bogenschützenverein Bietigheim 15 Jahre alt. Anlässlich dieses Zusammentreffens setzte sich das Stadtmuseum Hornmoldhaus mit den Vereinsgeschichten vor Ort auseinander und erarbeitete in Kooperation mit den Vereinen eine Ausstellung. Diese Präsentation lokaler und regionaler Schützentraditionen wird durch zentrale Objekte der württembergischen Schützengeschichte seit dem Jahr 1500 verknüpft. Damit können die örtlichen Vereinsentwicklungen in den landesweit ähnlich verlaufenen Prozess von der Stadtverteidigung zum modernen Schießsport eingeordnet werden.


Denk´an mich!

25.04.2004 - 03.11.2004

Geschenke sind von den Höhepunkten und Wendemarken im Leben nicht wegzudenken. Besonders Feste wie Taufe, Kommunion, Konfirmation, Hochzeit sowie weitere persönliche Jahrestage boten Anlässe zur Übergabe von Gedenkgeschenken. Solche Präsente, oft reizvoll gestaltete Tassen und Teller aus Porzellan, stellt die Sonderausstellung vor. Sie wird durch Briefe, Poesiealben, Bücher und Stickereien abwechslungsreich ergänzt. Die kulturgeschichtlich orientierte Präsentation vereinigt Objekte der letzten 150 Jahre und bietet damit reizvolle Einblicke in die Kultur des Schenkens und Formen der persönlichen Erinnerung.

Begleitprogramm

Elsa Oemichen

01.04.2004 - 30.09.2004

Die Kabinettausstellung gibt einen Überblick über das Leben und Wirken der früheren Tanz- und Gymnastiklehrerin Elsa Oemichen. 1937 eröffnete Elsa Oehmichen ihre Schule in Bietigheim. In den folgenden fünfzig Jahre gestaltete sie das kulturelle Leben der Stadt mit großem Engagement mit.


Begleitprogramm


Vom Fasten zum Feiern.Frühlings- und Osterbräuche

14.03.2004 - 12.04.2004

Ein breites Spektrum österlicher Exponate bietet reizvolle Einblicke in österliche deutsche und osteuropäische Traditionen. Brauchtumseier aus der Sammlung Doris Söhner stellen Dekorationstechniken und ihre bedeutungsvollen Mustervarianten verschiedener Länder Osteuropas vor. Historische Hasenfiguren zum Spielen und Füllen, eine bunte Vielfalt an Präsenteiern, Ostergrüßen und religiösen Ostersymbolen bilden den zweiten Schwerpunkt der Präsentation. Die Objekte stammen aus der Sammlung Gerda Ott und weiteren privaten Sammlungen.
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Neues aus dem Museumsmagazin.Ein Objekt kommt ins Museum

14.03.2004 - 12.04.2004

Das Stadtmuseum Hornmoldhaus als Sachgedächtnis der Stadt sammelt, bewahrt und erforscht Dinge, die die Vergangenheit der Stadt Bietigheim-Bissingen und ihrer Umgebung erfahrbar machen. Der Sammlung des Museums kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Jedes historische Original, im Museum ´´Objekt´´ genannt, kann vielfältige Aspekte aus der Vergangenheit vermitteln. Die Teile der Sammlung werden daher sorgfältig ausgewählt, dokumentiert und erforscht, um sie und - wenn möglich - ihre Geschichte für die Nachwelt zu erhalten.

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Hering, Honig, Hirschhornsalz Kaufläden aus der Sammlung Gerda Ott

23.11.2003 - 29.02.2004

Historische Kaufläden vom Biedermeier bis in die fünfziger Jahre zeigt die Sonderausstellung um die Weihnachtszeit im Stadtmuseum Hornmoldhaus. Ausgewählte Fachgeschäfte wie ein Spielzeugladen, eine Apotheke oder ein Putz- und Modewarenladen ergänzen die präsentierten Händlerläden mit Kolonial- und Gemischtwaren. Handwerkerläden wie Bäckerei, Konditorei oder Metzgerei haben mit den meist aus der Herstellungszeit stammenden Originalwaren ihren besonderen Reiz. Liebenswerte Exponate aus der Region wie ein Krämerladen aus Hedelfingen oder ein Korbwarenstand aus dem Remstal illustrieren Ausstellungsbereiche, die die Handelsgeschichte von Stadt und Umland thematisieren.
Begleitprogramm

Das Bietigheimer Eisenbahnviadukt

21.09.2003 - 09.11.2003

Im September 2003 feiert ein stadtbildprägendes Bauwerk seinen 150. Geburtstag, das Eisenbahnviadukt. Dieses Jubiläum nimmt das Stadtmuseum Hornmoldhaus zum Anlass, die Geschichte der Eisenbahnbrücke in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv zu dokumentieren. In der Sonderausstellung werden innovative Verkehrsentwicklungen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, der Eisenbahnbau in der Region und die damit verbundene Vernetzung des bestehenden Straßen- und Wegenetzes mit dem neuen Verkehrsmittel Eisenbahn beleuchtet und dargestellt. Ansichten des Viadukts aus Künstlerperspektive und fotografische Dokumente runden zusammen mit heute manchmal heiter-ironisch wirkenden Beispielen aus der Postkartensammlung des Stadtarchivs diese Präsentation ab.
Begleitprogramm

Spielbilderbücher aus der Sammlung Inge Hase

23.02.2003 - 07.09.2003

Literarisch oder wissenschaftlich ausgerichtete Büchersammlungen genießen schon jahrhundertelang nicht nur in Fachkreisen hohe Anerkennung. Anders verhält es sich mit dem Sammeln von Kinderbüchern. Angeregt durch private Sammlungen widmen sich erst seit den fünfziger Jahren renommierte Bibliotheken dieser Buchgattung.


Kleine, feine Wohnwelten
Puppenstuben aus der Sammlung Gerda Ott, Stuttgart

27.10.2002 - 09.02.2003

Wohnwelten im Miniaturformat zeigt das Stadtmuseum Hornmoldhaus in seiner neuen Sonderausstellung, die einen Bogen von der biedermeierlichen Puppenstube bis hin zu Möbeln aus den Zwanziger Jahren spannt. [mehr...]

Vom Arbeitstier zum Sportgerät? Pferde in Württemberg & Baden

16.06.2002 - 06.10.2002

´´Pferdestärken´´ markieren noch heute die Leistung von Motoren. ´´Arbeiten wie ein Pferd´´ hat sich als Redewendung erhalten und zeigt, dass Pferde früher nicht nur Sport- und Freizeitzwecken dienten. [mehr...]

Ludwigsburger Fayence

24.03.2002 - 23.06.2002

Ab 24. März zeigt das Stadtmuseum ausgewählte Stücke dieses lange vergessenen „Porzellans des kleinen Mannes“.

Leben und Tod in einer altwürttembergischen Amtsstadt

03.03.2002 - 02.06.2002

Anders als heute waren Geburt und Tod in früheren Jahrhunderten im öffentlichen Leben allgegenwärtig. Die Ausstellung veranschaulicht anhand verschiedenster Gegenstände, wie damals mit diesen Themen umgegangen wurde. [mehr...]


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